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Mai 10, 2020

Bergkristall

Englisch: Quartz

Siliziumdioxid / Cuarzo / Cuarzo

Siliziumdioxid (SiO2) = Quarz (der; altslawisch tvrudu, "hart", oder mittelhochdeutsch querch, "Zwerg");

In zahlreichen Gesteinsarten als Hauptgemengeteil vorkommendes Mineral, aus kristallisiertem wasserfreiem Siliziumdioxid, besteht bei freiem Wachstum aus 6-seitigen regelmäßigen Prismen mit aufgesetzten, gleichmäßigen Pyramiden, der trigonalen Klasse zugehörig. Quarz wird gelegentlich mit Calcit verwechselt, kann jedoch durch seine größere Härte, die niedrigere Doppelbrechung und die Reaktion des Calcits mit verdünnter Salzsäure leicht unterschieden werden.

Farblose, durchsichtige Bergkristalle entsprechen von allen Quarzvarianten
am ehesten der theoretischen chemischen Zusammensetzung der Formel SiO2 (praktisch reines Siliziumdioxid).

Milchweiße Kristall-Arten können als mechanische Beimengungen in verschiedenen Mengen gasförmige, flüssige und feste Bestandteile enthalten.

Auch Einschlüsse kleinster Kriställchen von Rutil, Aktinolith, Hämatit und anderer Mineralien sind in Bergkristallen möglich.

Der Einbau von Fremdionen in die Quarzstruktur ist nur beschränkt möglich (diese Baufehler bilden dann Farbzentren die idiochromatische (eigenfarbige) Farbvarietäten verursachen z.B. Amethyst, Citrin, Rauchquarz, Rosensquarz.

Den Bergkristall gibt es sowohl in riesigen Kristallen bis über einen
Meter als auch in winzigsten Dimensionen.

Bergkristalle sind Individuen, sie wurden " geboren " und sie wuchsen.
Ihr Aussehen wurde dabei vom Milieu (Temperatur, Druck, Lösungsgenossen, Sättigungsgrad der Lösung), in dem sie sich bildeten, beeinflußt.
Es gibt kaum zwei in Größe, Ausbildung, Farbe, Klarheit völlig identische Individuen.
Bergkristalle zeigen:

*** unterschiedlichen Habitus (Gestalt) wie:
isometrischen, kurz- oder langprismatischen- säuligen-, nadeligen-, dünn- oder dicktafeligen-, pyramidalen-, Übergangs-, steilrhomboedrischen-(Tessiner)-, trigonalen-, Dauphinér-, Muzo-, Bamberger-.

*** unterschiedliche Tracht (alle Flächenkombinationen des Kristalls).

*** unterschiedliche parallele gesetzmäßige Verwachsungen
( z.B. Zepterquarz).

*** unterschiedliche symmetrische gesetzmäßige Verwachsungen (Zwillinge oder Aufwachsungen).

*** unterschiedliche Wachstumsstörungen (durch Veränderungen von Druck, Temperatur, Lösungen).

*** unterschiedliche Formvarietäten wie z.B. Messerquarz, Fadenquarz, Phantomquarz, Kaktusquarz, Festungsquarz, Sprossenquarz, Artischockenquarz, Fensterquarz, Sternquarz, Kammquarz, Skelettquarz, Kappenquarz, und viele mehr

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